Good Night India. Nitya Mohan Khemka, Kavita Singh Kale. Good night books, 2017.

Dieses kleine bezaubernde Pappbilderbuch ist eines der Lieblingsbücher von E. Sie sieht es sich sehr häufig an und hat es sogar heimlich auf eine Reise mitgenommen, obwohl wir gesagt hatten, wir würden keine Bücher mitnehmen, da es dort ausreichend Bücher gebe.

Es ist Teil der erfolgreichen Serie „Good Night Our World“, die unheimlich viele Bände über Länder, Regionen/Staaten (Good Night California), Städte (Good Night New York), Fahrzeuge (Good Night Planes) oder sonstiges (Good Night Galaxy, Good Night New Baby) herausgebracht hat.

Das Buch hat mit 15 x 15cm ein schönes handliches Format und ist mit 10 Seiten auch nicht zu überladen. Die Seiten sind wie immer bei Pappbilderbüchern sehr dick und eignen sich deshalb auch schon für die ganz Kleinen. Besonders schön finde ich, dass das Büchlein sich somit nicht nur für die 4jährigen, sondern auch für Baby eignet. Wobei es für die 4jährigen storymäßig natürlich nichts hergibt – da ist dann der Vorlesende gefragt, sich Geschichten zu den Abbildungen einfallen zu lassen, Fragen zu stellen oder Verbindungen zu knüpfen.

Über die 10 Seiten verteilt erlebt man einige der indischen Sehenswürdigkeiten, wie das Taj Mahal, das Himalaya Gebirge, Delhi, Goas Sandstrände, den Bengal-Tiger, Tempel, Seen etc. Zu Beginn wird „Good Morning“ den genannten Besonderheiten gewünscht, dann weitere Begrüßungsformeln wie „Greetings“, „Nice to see you“, „Hello there“, „Namaste“, „Good afternoon“ und „Good evening“ bis am Ende „Good night“ gewünscht wird. Man besucht Indien also einen Tag lang. Der Text besteht pro Seite oder Doppelseite aus einem einfachen Satz, der durch große, farbenprächtige Bilder ergänzt wird. Auf dem Buchcover sind ein Junge und ein Mädchen abgebildet, die in ihrem Kinderzimmer durch ein Fenster auf den Taj Mahal blicken. Eine ähnliche Szene ergibt sich auf der letzten Seite, wo zwei Mädchen und ein Junge auf einem Bett sitzend aus dem Fenster auf Havelock Island in den Andamanen sehen. Diese Situation wird durch das Buch hindurch indirekt beibehalten: Der Leser fühlt sich, als wäre das Buch das Fenster, durch das er auf die besonderen Orte, Tiere oder Traditionen Indiens sieht. Dabei wird durch gelegentliche direkte Ansprache („Wow, look at …“, „ Did you know that …“) Nähe geschaffen. Die Mischung aus Naturmotiven und urbanen Motiven ist gut gelungen. Auf fast jeder Darstellung sieht man Menschen, meistens auch Kinder.

Die Bücher gibt es meines Wissens nicht auf Deutsch (es gibt jedoch einige auf Spanisch!). Das Englisch ist jedoch sehr leicht und kann spontan übersetzt werden. Die Namen der Sehenswürdigkeiten muss man eventuell vorher nachschlagen, um zu sehen, ob sie auf Deutsch sehr viel anders sind.

Das Büchlein bietet einen guten Überblick über das Land Indien und wird bei uns gerne als Einstieg in die Thematik verwendet. „Good Night India“ ist auch eines der Bücher, die wir gerne mit unserem Weltatlas „Maps“ kombinieren. Die meisten der dargestellten Attraktionen lassen sich in „Maps“ finden, was den Kindern großen Spaß bereitet. Auch für ältere Kinder lassen sich verschiedene Aktivitäten ableiten: etwas über die dargestellten Monumente, Festivals, Tempel, Tiere etc. nachschlagen lassen, Sehenswürdigkeiten des eigenen Landes aussuchen und fotografieren/die Situationen nachstellen …

©Kathrin Schneider

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